Alles schien so echt: Jedes Detail der Kostüme, die Haare und das Styling der beiden Sängerinnen Agnetha und Anni-Frid, die in Wirklichkeit Petra Dickes und Birgit Sohns hießen und vor allem das, weshalb Abba überhaupt so berühmt wurde: Die Stimmen. Und noch eines war genau so wie beim Original: Die begeisterten Fans, die sich von ihren Stars gar nicht mehr lösen wollten.

Schon zu Beginn nicht. Nach ein, zwei Minuten ABBA A LIFE waren die Zuhörer voll ihn ihrem Element, rückten an die Bühne heran. Egal, ob der 16-jährige Schüler oder der 70-jährige Rentner: Das bunt gemischte Publikum war begeistert Abba verbindet eben Generationen.

Und die Zuhörer wurden selbst zu Sängern, machten begeistert mit, als Frontfrau Agnetha von der Bühne stieg, dem Publikum das Mikrofon entgegenstreckte: Mamma Mia, tönte es auch hunderten Kehlen. Wie in den Siebzigern.

Abbas Lieder sind vielfältig. Auch oder vor allem beim Ausdrücken von Stimmungen. Da gibt es sentimentale Werke, Songs, die nachdenklich stimmen, die bedrückend sind und welche, bei denen es niemanden mehr auf dem Stuhl hält. Dazu gehörte auch Knowing me, knowing you. Das schmissige Stück, mit dem sich Abba 1976 in vielen Ländern an die Spitze der Charts durchsetzte, sorgte für eine volle Tanzfläche. Was sicher auch an der perfekten Umsetzung lag. Denn ABBA A LIFE singt und spielt nicht einfach nur. ABBA A LIFE lebt Abba.

Weitere schmissige Einlagen folgten: Auch bei Ring, Ring und Honey, Honey konnten sich die begeisterten Anhänger richtig austoben, bevor sie sich beim melancholischen The winner takes it all einander die Arme um die Schultern legten und Feuerzeuge schwenkten. Als das Lied endete, herrschte im Festzelt einen Augenblick lang Stille, die Zuhörer schienen wie im Trance. Dann folgte johlender Applaus.

Mit Federboa um den Hals, die Augen hinter einer großen Sonnenbrille versteckt und tief gezogenem Hut auf dem Kopf tauchte Anni-Frid nach der Pause auf. Kam doch nun das Lied für alle großen Kinder für die Männer (Agnetha): Money, Money, Money. Klar: Ein Klassiker, der ebenso wenig fehlen durfte wie Dancing queen.

Und ABBA A LIFE wäre Abba nicht so täuschend echt, wenn sie das Konzert nicht mit Thank you for the music beendet hätten. Und es wäre nicht wie in den Siebzigern gewesen, wenn die Zuhörer keine Zugaben gefordert hätten und Abba gar nicht mehr gehen lassen wollten.

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